Menu Content/Inhalt
Home arrow Tutorials arrow Wii Projects
WiiProjects

Hier finden Sie die Anleitung zu meinem DIY (Do-It-Yourself) Grafiktablett!

Die Idee eines flexiblen Grafiktabletts mithilfe einer WiiRemote kommt von Johnny Chung Lee. Er hat auch den zugehörigen Quellcode entwickelt und frei zur Verfügung gestellt. Diesen habe ich auf meine eigenen Bedürfnisse angepasst, da ich den Stift auf eine andere Art und Weise baue.
Ihr findet das Original hier und meine Version im Bereich Programmierung .

Hiermit bedanke ich mich bei Johnny Chung Lee für seine tolle Idee und den Quelltext. Schauen Sie mal bei ihm vorbei.

 

Die Idee: 

Als ich meine ersten Erfahrungen mit Adobe Photoshop gemacht habe (tolles Programm :D), träumte ich mehr und mehr davon, einmal mit einem Grafiktablett zu arbeiten. Ich schaute mir die Preise von Wacom Tabletts an und mir war schnell klar, dass "einfach mal ausprobieren" ein teures Vergnügen sein würde.
Da kam mir auf einmal die Erleuchtung: Durch Zufall fand ich bei Youtube dieses Video! Fasziniert von der Idee ein Grafiktablett oder sogar ein Whiteboard mithilfe eines Wii-Controllers selber zu bauen ließ mich nicht los, bis ich mir endlich für 39,- € eine Wiimote zulegte.

Das Prinzip: 

In der Wiimote befindet sich vorne eine Infrarot-Kamera, ein Bewegungssensor und ein Bluetooth-Modem. In Verbindung mit der Konsole wird Bewegung dadurch erkannt, dass sich die "Sensorbar" mit zwei IR-LEDs im Blickfeld der Kamera befindet und somit die Richtung, in die die Wiimote zeigt, bestimmt werden kann. Über Bluetooth lässt sich die Wiimote auch mit dem Computer verbinden. Dazu benötigt man bestimmte Treiber, wie sie hier (mit Anleitung) zu finden sind.
In unserem Fall geht die IR-Erfassung anders herum. Die IR-Kamera wird auch als solche benutzt und soll eine IR-LED erfassen, die Mine unseres Stiftes. Die Wiimote wird also fest so platziert, dass sie den Bildschirm oder die Leinwand "sehen" kann. Als nächstes wird eine 4-Punkt-Kalibrierung mit dem IR-Stift durchgeführt, die die Größe und den Winkel des Bildschirms bestimmt. Somit lässt sich auf jeder ebenen Fläche malen.
Nun zum Stift: In Johnny Chung Lee's ursrünglichem Projekt benutzt er als Stift lediglich eine IR-LED mit einem Schalter. Jedes aufleuchten des Stiftes entspricht einem Mausklick am Computer. Nachdem dieser Versuch auch bei mir geglückt ist, kam mir die zündende Idee:
Anstatt die Maus immer nur bei einem Aufleuchten der LED zu aktivieren, wollte ich, dass die LED ständig leuchtet und die Mausposition aktualisiert wird. Um sowohl Links- als auch Rechtsklicks benutzen zu können, werden lediglich die Schalter einer bestehenden Maus bis zu meinem Stift verlängert und die Klicks nativ verarbeitet. Den Strom für die LED beziehe ich vom gleichen USB-Anschluss wie die Maus. Auf den folgenden Bildern sieht man die mühselige Kleinstarbeit, die benötigt wird, um den Stift sauber mit einer Maus zu verbinden. Der (zugegeben laienhafte) Schaltplan soll grundsätzlich veranschaulichen, wie das Prinzip funktioniert. Hierbei ist zu beachten, dass man für die LED möglicherweise Widerstände einbauen muss, sofern man die IR-LED direkt an den USB-Anschluss anschließt. Verbindet man diese dagegen mit dem Ausgang des Maus-ICs für die rote Maus-LED, könnte diese unterschiedlich hell leuchten. Viele Mäuse schalten sie sogar gelegentlich ganz ab. Weiterhin würde ich die bestehenden Taster und die LED in der Maus ausbauen, um mögliche Probleme gleich zu vermeiden. Es kann auch nützlich sein das Loch unter der Maus und somit den optischen Sensor zu verkleben, um Störungen durch Lichteinflüsse zu verhindern.
Natürlich musste ich den Quellcode des Programms von Johnny Chung Lee so verändern, dass er zu meinem neuen Stift kompatibel ist. Diesen gibt es zum Download unter Programmierung.

 

Was jetzt noch fehlt, ist eine Unterlage für das Grafiktablett. Ich habe ein Gehäuse gebaut, das sehr platzsparend und innovativ ist. Bilder und eine Beschreibung gibt es später...